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Melville's Great Bugsy Malone


Bugsy mit 6 Wochen

 

Bugsy wurde am 08.März 2008 in Henstedt-Ulzburg geboren und ging dort mit ca. 10 Wochen in seine Familie. Wie man im Welpentagebuch lesen kann, war er damals ein fröhlicher, mutiger und selbstbewusster kleiner Rüde. Leider stellte sich schon früh heraus, dass ich besser auf mein Bauchgefühl gehört hätte, denn es ergaben sich Schwierigkeiten. Ebenso leider gab es kaum Verständigung zwischen Bugsys neuer Familie und mir, sodass ich nur sporadisch von anderer Seite hörte, wie schlecht das Verhältnis von Herrchen und Familie zu Bugsy war. Jede Nachfrage meinerseits wurde mit einem „alles in Ordnung“ abgewiegelt. Nachdem mir im letzten Jahr nun aber Beissattacken von Bugsy zu Ohren gekommen waren, blieb ich hartnäckig dabei und im Endeffekt konnten wir mit einem kleinen Trick Bugsy aus seiner Familie „freikaufen“.

Bugsy lebt seit Mitte März 2010 hier im Rudel zwischen alten und jungen Hunden und fügte sich gleich prima ein. Moby, als Chef im Rudel, nordete ihn ein paar Mal ein, die Mädels sind beide inzwischen läufig gewesen und er verhielt sich wie ein vollendeter Gentleman. Er ist verschmust, anhänglich und zu 95 % brav und ein liebenswerter Hausgenosse. Nur die restlichen 5 % machen es schwierig mit ihm, denn:

 -      er hat panische Angst vor dem Staubsauger. Sobald er merkt, dass das Ungetüm hervorgeholt wird, fängt er an zu zittern und will mit aller Gewalt fliehen. Dabei muss ich vorsichtshalber die Haustür abschließen und die Fensterbänke abräumen, denn es kann vorkommen, dass er in seiner Panik die Türklinke bedient oder sich auf die Fensterbank „verkriecht“, um dort durch eines der Fenster zu fliehen. Wenn ich ihm die Möglichkeit gebe, in den ersten Stock zu flüchten, dann tut er es.  Mit Geduld und auch ein wenig Zurechtweisen (wenn er sich gar zu sehr in seine Panik steigert), ist es in den letzten Wochen schon etwas besser geworden, d.h. seine Angst lässt schneller nach, wenn sein Alptraum vorbei ist. Derzeit bekommt er außerdem Bachblüten gegen die Angst.

er geht immer wieder stiften. Eigentlich bleibt er prinzipiell beim Rudel, man kann ihn auf den Spaziergängen ableinen und er bleibt dabei und hört auch sehr gut, wenn man ihn zurückruft. Aber er macht sich aus verschiedenen Gründen ab und zu selbständig und verschwindet vom Hof. Manchmal scheint es Geräuschangst zu sein, wenn auf dem Nachbarhof z.B. eine Kettensäge o.ä. läuft. Dann wieder scheint es keinen wirklichen Grund zu geben, warum er gerade jetzt wegläuft. Wenn ich mit dem Fahrrad hinterher fahre, kann ich ihn auch ohne Probleme wieder auflesen und dann anleinen. Auf jeden Fall hat er in seiner vorherigen Familie diese Freiheit kennen gelernt und das nutzt er manchmal schamlos aus. Er hat keine Angst vor Autos und benimmt sich auf der Straße sehr vorsichtig. Es scheint einfach schon eine Gewohnheit zu sein, denn damals war er wohl auch gern mal 3 Stunden oder länger weg.

- wenn er sich in die Ecke gedrängt fühlt, dann hat er schon mal zugeschnappt. Seine Beißhemmung ist vorhanden, denn er könnte in diesen Situationen sehr viel mehr Kraft einsetzen, was er aber nicht tut. Ein wenig Respektlosigkeit und starkes Misstrauen veranlassen ihn, sich dann zu wehren. Besonders daran haben wir gearbeitet und da gibt es große Fortschritte. Trotzdem ist er im Moment für Familien mit Kindern eher nicht geeignet, rein aus Sicherheitsgründen. Er wurde bei seiner Familie oft eingesperrt (bereits mit 12 Wochen nachts in eine Hundebox – in der Waschküche, nicht bei Herrchen am Bett) und immer ins Auto gebracht, wenn z.B. gestaubsaugt wurde. Daher sieht er u.a. das Auto als seinen Rückzugsort an und verteidigt ihn, wenn er sich unsicher fühlt.

Obwohl ich damals mehrfach dringlich darauf hingewiesen habe, dass Bugsy in einer Familie mit 8 Kindern und vielen anderen Hoftieren eine Bezugsperson braucht, die ihm Sicherheit und Ansprache bietet, hatte er genau das nicht. So hat er sich seinen eigenen – falschen – Weg gesucht. Bugsy hat viel Potenzial, ein führiger und braver Beardie-Junge zu sein. Sein Rudelverhalten zeigt, wie respektvoll er mit den Hunden umgeht und wieviel Geduld er mit den Welpen hat. Er ist sehr anhänglich, sobald er merkt, dass man ihm etwas entgegenbringt. Er geht sehr brav an der Leine, hört gut, wenn man ihn ruft, kann Grundkommandos und ist freundlich mit allen anderen Hunden. Aber trotzdem sind da eben diese Punkte, mit denen man sich auseinandersetzen muss. Darum suche ich für ihn eine oder zwei Personen, die den Beardie kennen, sich die Mühe machen wollen, die Probleme anzugehen und nicht davor zurückschrecken, dass er manchmal ungestüm und ängstlich ist. Wer sich angesprochen fühlt, den würden wir alle gern kennenlernen und freuen uns auf Ihren Anruf – denn auch Bugsy hat „seine“ Menschen verdient, denen er ein treuer und liebevoller Begleiter sein darf.

 

Bugsy heute - ein schöner, kräftiger Rüde mit viel Potenzial

 

 

 

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